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EulenkastenEulenkasten

Eingang zum Lokal - vor der RestaurierungEingang zum Lokal - vor der Restaurierung

... und heute... und heute

 

 

Kleine Geschichte der Burg Mauel

Erstmalige Erwähnung findet das Anwesen um 1450. Es gilt als eine von wahrscheinlich insgesamt fünf Wehrburgen für das früher entstandene Schloss Windeck.

Der zweistöckige Bruchsteinbau ist von einem zum Teil ausgemauerten Graben umgeben, der zur Westseite hin in einen Burgteich mündet. Die vorhandenen Brücken wurden erst im 18. Jahrhundert gebaut. Der zugemauerte Eingang von vor 1792 an der Nordseite, der über eine Zugbrücke zu erreichen war, ist heute noch deutlich zu sehen.

Sichtbar ist auch noch der Eulen- oder Falkenkasten auf der Westseite unter dem Simskasten. Die Vögel waren willkommene Gäste zur Bekämpfung von Mäusen und anderem nicht gern gesehenem Kleingetier. Auch heute nisten hier noch jedes Jahr Falken.

Der Name der Burg rührt von der Bezeichnung Aue(Wiese) her, die über die Wandlungen Auwel oder  Im Auwel zu Mauel wurde. Mit der Burg verbanden sich früher Fischerei- und Jagdrechte, die spätestens unter französischer Verwaltung eingezogen wurden. Als mit der Burg Mauel verbundene Sondersteuer war der Mauelshafer bekannt. Er war über den Wendelsteig in der Zinskammer im 3. Stock des Burghauses zu entrichten. Zusätzlich waren 100 Eier zu geben. Diese Steuer wurde 1814 aufgehoben.

Wein war übrigens schon im Mittelalter ein bekanntes Getränk im Windecker Ländchen. Die Ortsbezeichnung Weingarten (Wyngarten) weist darauf hin. Die Sage berichtet von den Gelagen Ritter Huhns (Talwindeck), der sich sagen lassen musste, sein Wein sei so köstlich, dass er den Teufel zu bannen vermochte. Und soll es etwa kein gutes Vorzeichen für den Weinkeller Burg Mauel sein, wenn die Chronik berichtet, dass die Rothosen (Franzosen während der Besatzung) die Bauernhöfe plünderten, die Burghäuser Mauel und Hof jedoch  nur leerzechten?